Vorsicht vor biliger Importware
Giftiges PCP in Bettwäsche entdeckt
Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW hat in Seersucker-Bettwäsche die vor allem gegen Schimmelpilzbildung eingesetzte Chemikalie Pentanchlorphenol (PCP) gefunden. Im letzten Jahr wurden bei 17 Überprüfungen in acht Fällen signifikante Überschreitungen des Grenzwertes festgestellt. Dieser liegt bei 5 mg/kg. Liegt der Wert darüber, darf die Ware nicht "in den Verkehr gebracht" werden.
Betroffen waren allerdings nur Garnituren der unteren Preisklasse (Importware?), in der bis zu 45 mg/kg PCP gefunden wurde. Experten nehmen an, dass das PCP über die Druckfarbe in die Bettwäsche gelangte und nicht (ordentlich) ausgewaschen wurde. In höherpreiseigen Garnituren wurde kein PCP gefunden.
Nach den Funden in NRW
muss bundesweit mit weiteren Überprüfungen gerechnet werden. Die Aufsichtsbehörden der Länder sind berechtigt, zur Überprüfung entsprechende Ware ohne Bezahlung aus den Geschäften mitzunehmen. Werden Verstöße gegen geltende Bestimmungen festgestellt, drohen Bußgelder. In NRW wurden die aktuellen Fälle als Ordnungswidrigkeit an die Staatsanwaltschaft geleitet.
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